Staatlich anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle

zugehörig dem freien Träger der Wohlfahrtspflege „Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Eichsfeld e.V.“
  • Wir bieten ver- und überschuldeten Personen kostenlose Beratung und Hilfe an.
  • Wir vertreten die Interessen unserer Klienten*innen.

  • Unser Ziel ist die persönliche und wirtschaftliche Stabilisierung der Klienten*innen. Sie sollen (wieder-) befähigt werden, ein menschenwürdiges Leben mit eigenständiger Lebensplanung zu führen.

  • Wir vertreten gesellschaftliche Interessen, indem wir durch unsere Arbeit zur Erhaltung des sozialen Friedens beitragen.
  • Wir arbeiten mit den anerkannten Methoden der Sozialarbeit/Sozialpädagogik und notwendigen Fachkenntnissen aus dem kaufmännischen und juristischen Bereich.
  • Wir beraten in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen und berücksichtigen persönliche und soziale Probleme.
  • Wir bieten in Krisensituationen schnelle und unbürokratische Hilfe an.
  • Unsere fachliche Kompetenz wird durch Fortbildung und die Mitarbeit in der „Landesarbeitsgemeinschaft der Schuldnerberater Thüringen“ und der „Bundesarbeitsgemeinschaft der Schuldnerberater“ weiterentwickelt.
  • Unsere Beratung ist vertraulich, wahrt den Datenschutz und ist auf Wunsch anonym.
  • Wir orientieren uns hinsichtlich unseres Angebotes sowie der Öffnungs- und Sprechzeiten, an den Bedürfnissen der Bürger*innen.

  • Im Rahmen unserer Arbeit kooperieren wir mit anderen sozialen Diensten wie Suchtberatung, Familienberatung, Sozialdienst der katholischen Frauen usw.

  • Unsere Kontakte zu Gläubigern sind verpflichtend, aber von den Interessen unserer Klienten*innen bestimmt.

Ansprechpartner Schuldnerberatung

v.l.n.r.: Frau Böck, Frau Gebhardt, Frau Parschau & Frau Büschleb

Liebe Ratsuchende, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Selbst, wenn sich Ihre Gläubiger unnachgiebig zeigen... muss Ihnen die notwendige Lebensgrundlage in Form des Existenzminimums dennoch erhalten bleiben.

Es gibt z. B. eine Pfändungsfreigrenze – für eine alleinstehende Person ohne Unterhaltspflicht liegt diese bei 1.139,99 €; bei Unterhaltspflicht für Partner oder Kinder entsprechend höher. Unter diesen Betrag darf Ihr Einkommen (z. B. Lohn, Arbeitslosenleistung, Rente) im Normalfall nicht gepfändet werden. Im Einzelfall kann die Pfändungsfreigrenze sogar angehoben werden.
Bestimmte Sozialleistungen wie z.B. Kindergeld, Erziehungsgeld, Mutterschaftsgeld sind nicht oder nur sehr eingeschränkt pfändbar.
Auch wenn Ihr Konto überzogen ist und die Bank Ihnen nichts mehr oder zu wenig ausbezahlen möchte, besteht die Möglichkeit das Girokonto bei der kontoführenden Bank in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln.
Die Pfändungsfreigrenze liegt bei Alleinstehenden ohne Unterhaltspflicht bei 1.133,80 €; mit Unterhaltspflicht für Partner oder Kinder entsprechend höher.
Wird trotz Lohnpfändung das verbleibende Gehalt auf dem Konto nochmals gepfändet, können Sie sich auch hier wehren.

Keine übertriebene Angst, wenn der Gerichtsvollzieher bei Ihnen auftaucht.

Dieser darf z. B. eine normale Wohnungseinrichtung nicht pfänden. Auch der Geldbetrag, den Sie für sich und Ihre Familie zum notwendigen Lebensunterhalt (einschließlich Miete) benötigen, ist unpfändbar.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren - ein Hoffnungsschimmer?

Zum 01.01.1999 ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches Ihnen vielleicht die Möglichkeit gibt, Ihre Schulden innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens loszuwerden. Damit kann einem zahlungsunfähigen Schuldner seine Restschuld erlassen werden, wenn er zuvor sechs Jahre lang sein pfändbares Einkommen abgeführt und bestimmte Pflichten erfüllt hat.

Aufgrund von Schulden kommt in der Regel niemand ins Gefängnis, wenn rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden!

Bei der Aufforderung zur Abgabe der Vermögensauskunft droht eine Inhaftierung nur, wenn Sie sich weigern, diese Erklärung abzugeben.
Wenn Sie eine Geldstrafe nicht zahlen können, lässt sich eine Ersatzfreiheitsstrafe z.B. durch eine Stundungs- oder Ratenzahlungsvereinbarung mit der Staatsanwaltschaft vermeiden. Die Geldstrafe kann auch durch gemeinnützige, unbezahlte Arbeit getilgt werden.
Bei einem Bußgeldbescheid lässt sich eine drohende Erzwingungshaft normalerweise abwenden, indem Sie Ihre Zahlungsunfähigkeit darlegen (z.B. mit ALG II-Bescheid oder Einkommensnachweise) und Niederschlagung beantragen.
Bei drohender Strafanzeige wegen Betrugs sollten Sie anwaltliche Hilfe, z.B. über die kostenlose Beratungshilfe, in Anspruch nehmen.

Kontaktformular

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung (Datenschutzerklärung aufrufen) zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung meiner Anfrage benutzt. Mit dem Absenden des Kontaktformulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung einverstanden.

Öffnungszeiten

Montag:
geschlossen

Dienstag:
13:00 – 17.:30 Uhr

Mittwoch:
09:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 15:30 Uhr

Donnerstag:
09.00 – 12.00 Uhr & 13.00 – 17.30 Uhr

Freitag:
9:00 – 12:00 Uhr

Beratungsstelle

Adresse

Arbeiterwohlfahrt
Kreisverband Eichsfeld e.V.
Schuldnerberatungsstelle
Bergstraße 7
37327 Leinefelde

Telefon:

03605 – 51 99 67